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"Metalheads" in freier Wildbahn
Wo treiben sich die Metal-Fans denn so rum? Da könnte man wohl mit
"Konzerten" antworten, aber auch "Festivals" oder "Metal Discos".
Konzerte der ganz großen Metal Idole werden immer weniger. Während eine
große Band, wie zum Beispiel Manowar in Amerika noch froh sein kann,
wenn 500 Besucher zu ihren Konzerten kommen, sind sie es gewohnt in
Europa und Asien vor einem weitaus größeren Publikum zu spielen. Dies
zeigt eindeutig, dass die Anzahl der Metal Fans in Amerika (ganz
besonders Nord-Amerika) stark abgenommen hat. Während in Brasilien noch
große Konzerte statt finden (CD Beispiel: Bruce Dickinson - Scream for
me Brazil - live), sieht's in den USA eher mager aus. Die klassischen
Bands, wie Manowar, W.A.S.P., Judas Priest und Co. Sind dort nicht mehr
so angesagt, wie zum Beispiel Korn oder Slipknot, die Vertreter des
Nu-Metal sind.
In Europa ist die Lage glücklicherweise etwas besser. Von
amerikanischen Bands hört man immer wieder Sätze wie "Europa rockt!",
was den Vorteil hat, dass Metal Konzerte doch noch in recht großen
Mengen statt finden. Diese sind aber auch oft nicht mehr so gut
besucht. Ein Beispiel dafür ist sicher die letzte Judas Priest Tour,
die man auch "Club Tour" hätte nennen können, da zum Teil auf sehr
kleinen Bühnen gespielt wurde, auf denen oft nicht einmal Platz für die
Harley war, die gewöhnlich immer dabei ist. Über zu wenig Besucher
können sich die großen Festivals in Deutschland aber wohl nicht
beschweren. Das Wacken Open Air 2002 war beispielweise ausverkauft.
Über 30.000 Metal Fans pilgerten in die schleswig-holsteinische
"Metal-Metropole" Wacken, was den Rest des Jahres "nur" ein kleines
Dorf ist.
In Wacken treten dann jährlich ca. 80 Metal Bands aus aller Welt auf
(Beispiele: Metalucifer aus Japan, Bruce Dickinson aus England,
HammerFall aus Schweden, Children of Bodom aus Finnland, Knight Errant
aus der Türkei, W.A.S.P. aus Amerika....). Wacken ist dafür bekannt,
dass es friedlich zugeht und jeder seinen Spaß hat. Dies wird auch
jedes Jahr wieder von den Einwohnern Wackens bestätigt. Zum Beispiel
wurde von einem ortsansässigen Landwirt folgendes gesagt: "Streitereien
oder handfeste Schlägereien auf dem Wacken Open Air liegen deutlich
unter dem "normalen" Zeltfest Durchschnitt." Eine solche Aussage
spricht natürlich für eine friedliche Metal Party, die jährlich statt
findet, ohne viele Beschwerden hervorzurufen. Es geht lediglich darum
Spaß zu haben und zwischendurch die so sehr geliebte Musik live zu
genießen.
Die Atmosphäre auf Festivals wie eben dem Wacken Open Air oder auch dem
Bang your Head in Balingen sind freundlich und man kann sich mit jedem
gut gelaunten Metal Fan sofort unterhalten, ob er nun deutsch spricht
oder nicht und ob man ihn nun kennt oder nicht ist völlig
nebensächlich. Wenn die Festival Saison dann zu Ende ist, werden wieder
Konzerte besucht oder Metal Discos, falls es denn eine in der Nähe
gibt. Meist findet man solche Lokale allerdings nur in großen Städten
(zum Beispiel der "Headbanger's Ballroom" in Hamburg). Dort kann man
sich dann auch im Winter bei den Lieblingssongs zum gemeinsamen
Headbangen treffen...
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