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Metall macht Musik. Von Tim Eckhorst. Teil 14

 

Punk & Metal und wo's zusammen führt

Preview

Weil ich vorgestern auf einem Punk-Konzert war, möchte ich das doch mal als Anlass nehmen, einen Bezug zwischen Punk und Metal herzustellen, was wohl sehr gewagt ist, denn die meisten Punks (zumindest die auf dem Konzert) haben mit Metal nicht viel am Hut bzw. Irokesenschnitt. Is’ aber egal jetzt. Auf geht’s!

Erster Gedanke, der mir dabei kam sind (natürlich) die Misfits. Nicht nur, weil jeder das „Fiend-Logo“ kennt, sondern auch, weil sich hier eine leichte Verbindung zum Metal herstellen lässt. Die Verbindung, die ich hier meine, besteht zwischen Misfits und Metallica. Nicht nur, dass die Jungs von Metallica in den 80ern auch gerne mal das Misfits-Shirt aus dem Schrank holten, nein, die Jungs um Jaymz bezeichnen die Misfits doch auch noch direkt als eine ihrer Einflussgrößen. Festzustellen ist diese Liebe zu den Misfits auch auf ihrem mit Covern ihrer Lieblingsband und Einflüssen bepacktem (Doppel)-Album „Garage Inc.“ (1998). Da nehmen sich Metallica die Klassiker „Die, die my Darling“ und „Last Caress/Green Hell“ vor, was vielleicht nicht so 100%ig geglückt ist…

Geht man nun aber dieser Verbindung weiter auf den Grund, so kann man mutmaßen, dass diese Liebe themenbezogen ist. So haben sich Misfits gesagt, dass man Politisches und Soziales auch woanders besprechen kann, als in der Punk-Kultur. Also nicht gerade so punk-typisch. Statt auf Politiker zu schimpfen und am System zu rütteln, beschäftigen sich die Misfits seit jeher lieber mit Invasionen aus dem All („Mars Attacks“, „Teenagers from Mars“, „I turned into a Martian“) und sonstigen Horrorgeschichten („Vampira“, „Who killed Marilyn?“, „London Dungeon“, „Day of the Dead“, „Shining“ etc.).

Nun lässt sich doch behaupten, dass der Stoff, aus dem die Misfits-Songs sind, auch oft dem entspricht, was der Metal-Fan mag. Aus der Ecke „Ich mag Horror-Filme“, kamen schließlich auch Ende der 70er Iron Maiden mit Songs, wie „Phantom of the Opera“ (1980) und „Purgatory“ (1981) daher. Ebenso die 1977 gegründeten Italiener von Death SS (Bandname etwas unglücklich gewählt… SS steht hier für Steve Sylvester, den Sänger der Band). Horror und Metal passt zusammen und gehört es auch irgendwie. Punk und Horror ist dagegen ‘ne ganze Weile eher ungewöhnlich gewesen. Aber spätestens nach der Misfits-Reunion in den 90ern, wird das Horrorpunk-Genre immer weiter geprägt.

Weiter geht’s in „Metall macht Musik“, dem Buch zur Kolumne.



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