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Punk & Metal und wo's zusammen führt
Preview
Weil ich vorgestern auf einem Punk-Konzert war, möchte ich das doch mal
als Anlass nehmen, einen Bezug zwischen Punk und Metal herzustellen,
was wohl sehr gewagt ist, denn die meisten Punks (zumindest die auf dem
Konzert) haben mit Metal nicht viel am Hut bzw. Irokesenschnitt. Is’
aber egal jetzt. Auf geht’s!
Erster Gedanke, der mir dabei
kam sind (natürlich) die Misfits. Nicht nur, weil jeder das
„Fiend-Logo“ kennt, sondern auch, weil sich hier eine leichte
Verbindung zum Metal herstellen lässt. Die Verbindung, die ich hier
meine, besteht zwischen Misfits und Metallica. Nicht nur, dass die
Jungs von Metallica in den 80ern auch gerne mal das Misfits-Shirt aus
dem Schrank holten, nein, die Jungs um Jaymz bezeichnen die Misfits
doch auch noch direkt als eine ihrer Einflussgrößen. Festzustellen ist
diese Liebe zu den Misfits auch auf ihrem mit Covern ihrer
Lieblingsband und Einflüssen bepacktem (Doppel)-Album „Garage Inc.“
(1998). Da nehmen sich Metallica die Klassiker „Die, die my Darling“
und „Last Caress/Green Hell“ vor, was vielleicht nicht so 100%ig
geglückt ist…
Geht man nun aber dieser Verbindung weiter auf
den Grund, so kann man mutmaßen, dass diese Liebe themenbezogen ist. So
haben sich Misfits gesagt, dass man Politisches und Soziales auch
woanders besprechen kann, als in der Punk-Kultur. Also nicht gerade so
punk-typisch. Statt auf Politiker zu schimpfen und am System zu
rütteln, beschäftigen sich die Misfits seit jeher lieber mit Invasionen
aus dem All („Mars Attacks“, „Teenagers from Mars“, „I turned into a
Martian“) und sonstigen Horrorgeschichten („Vampira“, „Who killed
Marilyn?“, „London Dungeon“, „Day of the Dead“, „Shining“ etc.).
Nun lässt sich doch behaupten, dass der Stoff, aus dem die
Misfits-Songs sind, auch oft dem entspricht, was der Metal-Fan mag. Aus
der Ecke „Ich mag Horror-Filme“, kamen schließlich auch Ende der 70er
Iron Maiden mit Songs, wie „Phantom of the Opera“ (1980) und
„Purgatory“ (1981) daher. Ebenso die 1977 gegründeten Italiener von
Death SS (Bandname etwas unglücklich gewählt… SS steht hier für Steve
Sylvester, den Sänger der Band). Horror und Metal passt zusammen und
gehört es auch irgendwie. Punk und Horror ist dagegen ‘ne ganze Weile
eher ungewöhnlich gewesen. Aber spätestens nach der Misfits-Reunion in
den 90ern, wird das Horrorpunk-Genre immer weiter geprägt.
Weiter geht’s in „Metall macht Musik“, dem Buch zur Kolumne.
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