CDs kaufen oder nicht?
Ja, ja, wurde schon oft diskutiert, wie auch immer, muss eigentlich
auch jeder selber wissen, wie er sich seine Musik beschaffen will,
wobei ich persönlich es ja bevorzuge, die CDs zu kaufen. Bei einigen
Alben lässt sich’s doch kaum ohne das Original leben.
Was
wäre z.B. „The Crimson Idol“ von W.A.S.P. in gebrannter Form? Da fehlen
nicht nur die kompletten Texte im Booklet (bei Bands wie Manowar und
Majesty kann man darauf unter Umständen verzichten ...), nein, auch das
Artwork wird völlig vernachlässigt. Aber wie gesagt, muss jeder selber
wissen.
Da ich mich ja aber - wie erwähnt - zu den ehrlichen
Leuten zähle, die es regelrecht genießen, eine gekaufte CD in den
CD-Player zu schmeißen, aufmerksam zu hören und dazu die Lyrics zu
betrachten, ist es jetzt Zeit für eine Beschwerde. Für die Mutter aller
Beschwerden sozusagen!
Nicht nur, dass es Leute gibt, die
CDs brennen und damit dafür sorgen, dass hinten auf den CDs ein „Copy
kills Music“ steht, nein, auch ein Unternehmen, das so genannte
„CD-mp3-Player“ produziert (und diese an eine bekannte Discounterkette
liefert, deren Name einem Hundenamen ähnelt, wenn man ein „W“ davor
setzt), hat sich scheinbar schon darauf eingerichtet, dass der
Konsument mit dem „CD-mp3-Player“ gebrannte CDs hören möchte (wen
wundert’s?). Dem ist zwar nicht so, aber dem Unternehmen mit dem
lustigen Namen ist es egal.
Gutgläubig wie ich bin und von
der Qualität überzeugt, kaufe ich mir also so ein Gerät und kann damit
auch problemlos Iron Maidens „Brave New World“, Manowars „Louder than
Hell“ und weitere schöne Dinge anhören. Als ich dann jedoch mit
„B-Sides of the Beast“ ankam, welches eine japanische Pressung ist, war
Schluss. Ob nun japanische Pressung oder nicht, ist eigentlich egal, im
Land der aufgehenden Sonne kochen sie ihren Reis auch nur mit Wasser.
Aber nun gut, ich ließ mich von dem „CD-mp3-Player“ davon überzeugen,
dass etwas nicht stimmt. Ich entscheide mich also dazu, mal wieder
Saviour Machine reinzuwerfen (weil’s durch die übertriebene Theatralik
schon fast lustig ist) - geht nicht! Hm, also dann mal was Neutrales,
was der Player mögen dürfte, Judas Priest rein! Geht! Komisch!
Den Gedanken, dass das Gerät nach der Musik auf der CD entscheidet,
habe ich wieder verworfen. Jedoch ärgert’s mich trotzdem, dass man
gebrannte CDs super abspielen kann, kauft man sich die CDs dagegen,
kann man die (z. T.) gar nicht vernünftig anhören! Da rutscht mir doch
fast das Wort mit „s“ raus! Nur weil mein Gerät kein’ Bock auf einige
Pressungen hat, fange ich doch nicht an, die zu brennen, damit ich von
der Gebrannten hören kann, was ich auch auf einer Gepressten habe!
Soweit kommt das noch! Stattdessen harre ich aus und übe mich in
Abstinenz (in Bezug auf die auf der CD enthaltene Musik). An einem
guten Tag probiere ich es noch mal mit der CD - und zack! - da geht
sie! Hä??
Das war aber erst der Anfang. Das Gerät ist
irgendwann auseinandergeknallt und ich hab’s eingeschickt. Nach über
zwei Monaten habe ich Ersatz erhalten und - genau, richtig geraten -
das Spiel fing von vorne an, ich kann wieder nicht „B-Sides of the
Beast“ hören. Tja, da muss ich wohl noch bisschen warten, bis der
Player sich an die CD gewöhnt hat. Ist ja schließlich ein neues Gerät.
Aber irgendwann wird auch er die CD akzeptieren (ich bleib’ hart).
Nachtrag: Das Gerät ist weitere Male kaputt gegangen, so dass ich nach der dritten, erfolglosen Reparatur mein Geld zurückbekommen habe.
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