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Metall macht Musik. Von Tim Eckhorst. Teil 16

CDs kaufen oder nicht?

Ja, ja, wurde schon oft diskutiert, wie auch immer, muss eigentlich auch jeder selber wissen, wie er sich seine Musik beschaffen will, wobei ich persönlich es ja bevorzuge, die CDs zu kaufen. Bei einigen Alben lässt sich’s doch kaum ohne das Original leben.

Was wäre z.B. „The Crimson Idol“ von W.A.S.P. in gebrannter Form? Da fehlen nicht nur die kompletten Texte im Booklet (bei Bands wie Manowar und Majesty kann man darauf unter Umständen verzichten ...), nein, auch das Artwork wird völlig vernachlässigt. Aber wie gesagt, muss jeder selber wissen.

Da ich mich ja aber - wie erwähnt - zu den ehrlichen Leuten zähle, die es regelrecht genießen, eine gekaufte CD in den CD-Player zu schmeißen, aufmerksam zu hören und dazu die Lyrics zu betrachten, ist es jetzt Zeit für eine Beschwerde. Für die Mutter aller Beschwerden sozusagen!

Nicht nur, dass es Leute gibt, die CDs brennen und damit dafür sorgen, dass hinten auf den CDs ein „Copy kills Music“ steht, nein, auch ein Unternehmen, das so genannte „CD-mp3-Player“ produziert (und diese an eine bekannte Discounterkette liefert, deren Name einem Hundenamen ähnelt, wenn man ein „W“ davor setzt), hat sich scheinbar schon darauf eingerichtet, dass der Konsument mit dem „CD-mp3-Player“ gebrannte CDs hören möchte (wen wundert’s?). Dem ist zwar nicht so, aber dem Unternehmen mit dem lustigen Namen ist es egal.

Gutgläubig wie ich bin und von der Qualität überzeugt, kaufe ich mir also so ein Gerät und kann damit auch problemlos Iron Maidens „Brave New World“, Manowars „Louder than Hell“ und weitere schöne Dinge anhören. Als ich dann jedoch mit „B-Sides of the Beast“ ankam, welches eine japanische Pressung ist, war Schluss. Ob nun japanische Pressung oder nicht, ist eigentlich egal, im Land der aufgehenden Sonne kochen sie ihren Reis auch nur mit Wasser. Aber nun gut, ich ließ mich von dem „CD-mp3-Player“ davon überzeugen, dass etwas nicht stimmt. Ich entscheide mich also dazu, mal wieder Saviour Machine reinzuwerfen (weil’s durch die übertriebene Theatralik schon fast lustig ist) - geht nicht! Hm, also dann mal was Neutrales, was der Player mögen dürfte, Judas Priest rein! Geht! Komisch!

Den Gedanken, dass das Gerät nach der Musik auf der CD entscheidet, habe ich wieder verworfen. Jedoch ärgert’s mich trotzdem, dass man gebrannte CDs super abspielen kann, kauft man sich die CDs dagegen, kann man die (z. T.) gar nicht vernünftig anhören! Da rutscht mir doch fast das Wort mit „s“ raus! Nur weil mein Gerät kein’ Bock auf einige Pressungen hat, fange ich doch nicht an, die zu brennen, damit ich von der Gebrannten hören kann, was ich auch auf einer Gepressten habe! Soweit kommt das noch! Stattdessen harre ich aus und übe mich in Abstinenz (in Bezug auf die auf der CD enthaltene Musik). An einem guten Tag probiere ich es noch mal mit der CD - und zack! - da geht sie! Hä??

Das war aber erst der Anfang. Das Gerät ist irgendwann auseinandergeknallt und ich hab’s eingeschickt. Nach über zwei Monaten habe ich Ersatz erhalten und - genau, richtig geraten - das Spiel fing von vorne an, ich kann wieder nicht „B-Sides of the Beast“ hören. Tja, da muss ich wohl noch bisschen warten, bis der Player sich an die CD gewöhnt hat. Ist ja schließlich ein neues Gerät. Aber irgendwann wird auch er die CD akzeptieren (ich bleib’ hart).

Nachtrag: Das Gerät ist weitere Male kaputt gegangen, so dass ich nach der dritten, erfolglosen Reparatur mein Geld zurückbekommen habe.



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