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Metall macht Musik. Von Tim Eckhorst. Teil 17

 

Einfallslosigkeit im Metal?

Preview 

Einfallslosigkeit? Das kennt sicher jeder, auch im Bereich harter Musik kommt so was vor... hier also die Ergebnisse meiner Untersuchungen (wobei ich jetzt schon sagen kann, dass ich wirklich detektivische Meisterarbeit geleistet habe).

Dann fange ich auch gleich mal mit der skandalösesten Entdeckung an. Dabei geht es um die deutschen Bands Brainstorm und Symphorce. Während Brainstorm mit Songs, wie z.B. „Tear down the Walls“ lupenreinen Power Metal spielen, halten sich Symphorce auch schon mal in eher rockigeren Bereichen auf, so beispielsweise mit „Across the Plains“. Was die Bands jedoch verbindet, ist Sänger Andy B. Franck, der hauptberuflich bei Brainstorm und nebenberuflich bei Symphorce singt.

Zu der besagten skandalösen Entdeckung kam es, als ich den Song „Highs without Lows“ von Brainstorm hörte. Wenige Monate später kam mir „Longing Home“ von Symphorce zu Ohren. „Longing Home“ hat mich spontan an „Highs without Lows“ erinnert und nachdem ich heute (noch mal mehrere Monate weiter) in einem Wacken-Programmheft von 2003 geblättert habe, habe ich über diese Lektüre obigen Fakt feststellen müssen: Andy B. Franck singt bei beiden Bands, sowohl Brainstorm, als auch Symphorce... skandalös! Da fragt man sich dann ja auch nicht mehr, warum Brainstorm wie Symphorce klingen...

Ehe ich weiter ausschweife, möchte ich das Ganze aber noch etwas relativieren:

1. Die Texte waren verschieden (immerhin!). 2. Vielleicht hatte Herr Franck vergessen, dass er an einem ähnlichen Song schon mal mitgeschrieben hatte. 3. Vielleicht hat’s ja sonst keiner bemerkt.

Wie auch immer, Brainstorm und Symphorce sind großartige Bands, da ist's ok, wenn man den ganzen Salat zweimal serviert bekommt!

Schon fast über der Toleranzgrenze bewegt sich jedoch Blackie Lawless von W.A.S.P., denn dieser hat bei „The Neon God - Part 2 - The Demise“ (2004) offenbar völlig vergessen, dass er den zweiten (schnelleren) Teil eines der Lieder schon Jahre vorher geschrieben und sogar veröffentlicht hatte. Die Rede ist hier von „Clockwork Mary“, welches ab der Textzeile „[...] I'll kill the Beast - So to free my Soul [...]” doch sehr identisch mit “I can’t” ‘95er Album “Still not black enough” ist. Um genau zu sein: Musik und Text sind identisch.

Weiter geht’s in „Metall macht Musik“, dem Buch zur Kolumne.



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