Wo
packen die (zumeist) Langmähnigen ihre Utensilien rein? In der Regel
nicht in einen „Eastpak“ - viel zu Mainstream! Da geht man doch lieber
in den nächsten BW-Shop und besorgt sich einen ordentlichen Rucksack,
am besten in schwarz, da können dann auch nicht die Mitschüler und/oder
Freunde diese kleinen, fiesen, vermeintlich lustigen Sprüche mit einem
Edding draufkritzeln (womöglich noch mit Herzen und Smileys dabei!) -
darum also schwarz. Schwarz passt von daher aber auch ganz gut, weil
Band-Shirts ja meistens auch nicht allzu bunt sind - Stil bewahren ist
angesagt!
Einfach einen Rucksack zu kaufen wäre natürlich ein
wenig zu einfach. Hat man die Aufnäher der favorisierten Bands nicht
schon in Unmengen auf der Kutte, so bietet spätestens der Rucksack oder
die Tasche (Kampftasche) Platz dafür. Beliebt sind natürlich auch
Buttons, diese scheinen sogar wieder gesellschaftsfähig zu werden.
Erkennen lässt sich dies z.B. daran, dass man die kleinen Teile sogar
auf dem Media Markt in der Musikabteilung erwerben kann
Schön,
die Tasche/der Rucksack ist also ordentlich verziert und damit auch
ziemlich individuell. Der „Spaß“ fängt dann aber erst ein wenig später
an. Ziemlich dekorativ trägt sich das Teil zunächst auf dem Rücken/der
Schulter. Dies jedoch nur so lange, bis der erste Button abfällt und
man ihn entweder gar nicht mehr findet und sich ärgert, man ihn von
jemandem wieder bekommt, der ihn gefunden hat und ihn grinsend mit den
Worten „Hier, dein Parteiabzeichen!“ zurückgibt (was weiß der denn
schon davon!) oder man ihn selbst sucht und ihn in einer Ecke findet,
wo man ihn nicht aufheben kann ohne sich dabei mindestens drei Finger
zu klemmen. Ich sag’s euch: Der Ärger mit den Buttons ist
vorprogrammiert!
Was mich aber eigentlich zu dieser Kolumne
gebracht hat, sind die Taschen und ihre Beschaffenheit an sich. Buttons
sind da ja noch harmlos. Ich, der ja selbst auf gitarrenorientierte
Musik steht, habe mir natürlich auch einen BW-Rucksack zugelegt
(schwarz - logo!). Aufnäher und andere Sehenswürdigkeiten zieren
diesen. Nachdem ich ihn einige Jahre täglich zur Schule geschleppt
habe, musste ich immer mehr den Zerfall des Rucksacks beobachten. Er
zerlegte sich so langsam in seine Einzelteile und immer mal wieder riss
eine Schnalle ab, so dass man ihn nur noch (lässig) über eine Schulter
tragen konnte.