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Metall macht Musik. Von Tim Eckhorst. Teil 27

Gorgon worldwide - ich auf der CD!

 
Ich bin noch völlig durch den Wind! Gerade eben öffne ich den Postkasten in der Hoffnung, dass meine bestellte Sabbat/Gorgon (Split-)CD angekommen ist und siehe da: Sie ist es!

Sofort reiße ich das kleine Päckchen auf und schon erblicke ich das völlig übertrieben brutale Cover der mit dem Titel „Sabbatical Gorgonslaught“ versehenen CD. Schön, das macht schon mal Spaß!

Warum habe ich nun die CD gekauft? Der Grund ist simpel: Enthalten sind auf der Split-CD zwei Konzerte, eines von Sabbat und eines von Gorgon. Da ich auf dem Gorgon-Konzert, das am 20. Juni 2002 auf dem Headbanger’s Open Air in Brande-Hörnerkirchen (so abgelegen wie es klingt, ist es auch) stattfand, anwesend war, habe ich mir schon mal gleich ein Loch in den Bauch gefreut, als ich herausgefunden habe, dass der Gig mitgeschnitten wurde. Dass das Ganze sogar gepresst wurde, ist natürlich noch erfreulicher, dazu später mehr.
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Ich bin also immer noch dabei die CD erstmal äußerlich in Augenschein zu nehmen. Kurz nach dem Begutachten des Covers, mit dem man sicher jeden Christen gehörig schocken könnte, drehe ich die CD um und entdecke bei der Tracklist ein groß gedrucktes Foto der Gorgon-Fans, das der Gitarrist von der Bühne aus gemacht hat. Klischeehaft hierbei ist, dass Gorgon eine japanische Band ist und es daher niemanden gewundert hat, dass der Gitarrist einen Fotoapparat auf der Bühne mit sich führte. Auf eben jenem Foto (das ich bereits von der Bandhomepage www.truemetal.org/gorgon kannte), bin auch ich drauf zu sehen. Nun hatte ich schon Angst, dass ich praktisch „abgeschnitten“ wurde, da ich nur rechts in der Ecke zu sehen bin, aber dies ist nicht der Fall, denn mein Gesicht ist nun direkt an der Seite zu sehen, wo der Titel der CD steht. Stelle ich mir also die CD ins Regal, sehe ich ständig mein Gesicht, auf eine Weise toll, auf eine andere erschreckend.

Da es sich um ein „offizielles Bootleg“ (wer hat eigentlich diesen widersinnigen Begriff geprägt?) handelt, habe ich vom Sound nicht viel erwartet, gerade auch, weil das Headbanger’s Open Air ein sehr kleines Festival ist (2002 eher Zeltfestformat). Jetzt, wo ich die CD gehört habe, muss ich aber feststellen, dass der Sound recht passabel ist, jedoch ist zwischen jedem Lied eine Pause von etwa 2 Sekunden, so dass das Konzert ständig unterbrochen wird, schade drum, aber diese CD hat man schließlich nicht nur zum Hören, sondern auch zum Liebhaben.

Kurios ist auch die Herstellung insgesamt. Gorgon reisten im Juni 2002 auf eigene Kosten von Japan nach Deutschland. Nach einem Aufwärmgig in Koblenz (ebenfalls mitgeschnitten und auf Kassette von der Band für die Fan-Club-Mitglieder vervielfältigt) ging’s zum Headbanger’s Open Air in die Pampa von Schleswig-Holstein. Der Soundmischer hat den Gig dort aufgenommen. Das Material wurde schließlich in Thailand von Witchhammer Production auf CD gepresst und die auf 666 Exemplare limitierte (und handnummerierte) CD wurde nach Deutschland importiert. Globalisierung at it’s best!


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