Wacken 2007: Vorbericht
Ein gewaltiges Ereignis wirft abermals seine Schatten voraus: Das allseits beliebte Wacken Open Air - anno 2007!
Wie
immer dreht sich natürlich in erster Linie alles um die Bands und da
gibt's mal wieder die absolute Vollbedienung. Sämtliche Genres werden
bedient, so dass mit Sicherheit kein Metalhead und/oder Rock n' Roller
unzufrieden nach Hause fahren wird.
Zwar mussten im Vorfeld
schon Granaten, wie Lordi und Bullet for my Valentine absagen, würdiger
Ersatz wurde allerdings in Form von Type O Negative und - man höre und staune und freue sich ein Loch in den Bauch - Turbonegro gefunden. Die Vorfreude dürfte also kaum getrübt werden.
Weiterhin stehen Auftritte von Szenegrößen, wie Blind Guardian, Iced Earth, Dimmu Borgir, In Flames (mit ihrer einzigen Open-Air-Show in Deutschland in diesem Jahr), Lacuna Coil, Subway to Sally, Cannibal Corpse (um nur einige zu nennen) an.
Von einer Sensation, vor allem für Black Metal-Fans, kann man sicherlich im Rahmen der Immortal-Reunion
sprechen. Denn zumindest für eine gewisse Zeit haben sich die Herren
wieder zusammengefunden, um einige Festivals zu spielen - in
Deutschland nur auf dem WOA.
Zu einer anderen Sensation könnte es bei der Show von Destruction
kommen. Wie auf der Wacken-Homepage angekündigt, wird es nicht nur
diverse Klassiker zu hören geben (ergänzt durch Pyros und Flammen),
nein, das Ganze wird noch durch die Anwesenheit verschiedener
ex-Mitglieder, sowie dem Mad Butcher himself (mit Goreslaves)
bereichert. Das Spektakulärste könnte allerdings die Performance des
Songs "Alliance of Hellhoundz" werden, denn hierfür sind die auf dem
Album "Inventor of Evil" zu hörenden Gastsänger/innen
angekündigt. Ob tatsächlich alle (neun an der Zahl) dabei sein werden,
ist fraglich, angekündigt ist jedoch "wie auf Scheibe". Einige der
Gastsänger sind ja ohnehin zugegen (Biff Byford von Saxon, Shagrath von Dimmu Borgir und Peavy von Rage),
aber wenn man tatsächlich auch den Rest auf die Bühne stellen würde
(u.a. Paul Di' Anno (ex-Iron Maiden), Messiah Marcolin (ex-Candlemass)
und Speed von Soilwork), würde das wohl schon an ein Gipfeltreffen
grenzen.
Dem Experimentellen wird zudem auch ein gewisser Spielraum eingeräumt. Die ziemlich durchgeknallt aussehenden Animal Alpha
(durchgeknallter als Turbonegro? - Man weiß es nicht) spielen auch
ebenso anmutende Musik und werden damit sicherlich die Hellfest Stage
zum kochen bringen. Auch die immer etwas aus dem Rahmen fallenden Apokalyptischen Reiter
werden ihre Fans ein weiteres Mal glücklich machen können. Im letzten
Jahr schon dabei gewesen, wird der Band nun der Raum gegeben, den sie
brauchen und verdienen: Die Black Stage.
Nach Mucc im Jahre 2005 und D'espairs Ray 2006, ist auch in diesem Jahr eine Band des japanischen Visual Kei dabei: Dir En Grey,
die sicherlich ein Publikumsmagnet sein werden. In punkto Leute
wegfegen, prophezeie ich auch den ebenfalls ursprünglich aus Japan
stammenden Rockern von Electric Eeel Shock eine ganze große
Sause auf der W.E.T. Stage. Zwar werden die Herren mit Sicherheit das
kleinere Publikum haben, doch wer steht nicht auf ehrlichen und
arschtretenden Rock n' Roll? Richtig, es kann nur gut werden!
Neben
der "Durchgeknallt"-Kategorie, gibt's natürlich auch noch die "Völlig
durchgeknallt"-Kategorie. Da wären dann die Spaßmacher von J.B.O. zu finden, die zu später Stunde wieder viele Freunde finden werden. Auch der mittlerweile gut etablierte Mambo Kurt
wird natürlich nicht fehlen. Metal-Klassiker auf der Heimorgel
dargeboten - eine Garantie für viel Spaß, sowohl vor der Bühne, als
auch am Bierstand.
Wer's ganz klassisch (und zeitweise dreckig) mag, wird auch auf seine Kosten kommen, denn die Australier von Rose Tattoo werden abermals vor Ort sein, um zu zeigen, was Rock n' Roll ist. Was selbige Musikrichtung ausmacht, wird auch Fastway
beweisen - nicht die Bekanntesten, dafür aber mit einem "Fast" Eddie
Clark (ehemals Motörhead) ausgestattet. Rund um die W.E.T. Stage wird's
also bei jeder Wetterlage warm bleiben. Allerfeinsten Old School wird's
von den NWoBHM-Veteranen Blitzkrieg geben - in Wacken keine Unbekannten, jedoch schon viel zu lange nicht mehr da gewesen. Vertreten sind auch die Klassiker Possessed und Saxon (oft gesehen, immer wieder gerne).
Für die Geballer-Fraktion gibt's die bereits eingangs erwähnten Cannibal Corpse, sowie eine Vollbedienung von Napalm Death, Heaven Shall Burn und The Black Dahlia Murder. Und wer es düster, aber dafür (zeitweise) ein wenig sanfter mag, wird sich auf Amorphis, Swallow The Sun, Samael und Co. freuen können.
Leute, die einer in der Musik mitschwingenden Melodie nicht abgeneigt sind, kommen auch auf ihre Kosten: Stratovarius und Rage
werden die melodische Seite repräsentieren und wer diese Bands schon
einmal live erlebt hat, weiß, dass ein zweites, drittes oder viertes
Mal noch nicht zu viel ist.
Ein wenig moderne Töne werden u.a. von All That Remains, HateSphere und den Newcomern von Sonic Syndicate zu hören sein.
Damit wäre dann wohl so ziemlich alles abgedeckt. Noch jemand unzufrieden? Nein? Hab ich's mir doch gedacht!
Aber
was gibt es dieses Jahr - nun mal ganz von den Bands abgesehen - noch
in Wacken? Allerlei sicherlich. Allseits bekannte und beliebte Dinge,
wie der Metal-Markt, die Karaoke-Show zur Selbstverwirklichung, sowie Auftritte der Wackener Feuerwehrkapelle werden ebenso wenig fehlen, wie neue Services,
wie z.B. Geldautomaten vor Ort und die Mietung eines eigenen SANI-Klos.
Wem das Mieten zu teuer ist, muss nicht jetzt schon entnervt an
verdreckte Toiletten denken, denn ab diesem Jahr wird ein Kontrollteam
eingesetzt, das sowohl Klos, als auch Duschen regelmäßig kontrolliert.
Auf an den Flats angebrachten Orga-Tafeln, soll dann jede Reinigung
nachvollziehbar sein. Man denkt also mit in Wacken. Wundervoll!
Großartigen
Festivaltagen steht also nichts mehr im Wege. Wie jeder, der schon mal
in Wacken war weiß, ist es übrigens egal, ob es regnet oder nicht. Für
matscherprobte Wackener bedeutet Regen erst recht eine riesige Party zu
feiern, denn im Matsch gerutscht hat man bereits in Woodstock. In
diesem Sinne: Wacken - Rain or shine!
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