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Metall macht Musik. Von Tim Eckhorst. Teil 51

Auch Balladen kann man laut hören


Der Titel sagt ja eigentlich schon alles. Der Kolumnist möchte dies allerdings ein wenig ausführen.

Richtig bewusst geworden ist mir die Tatsache, dass ruhige Balladen auch durchaus laut gehört werden könnten/sollten/müssten bei einer Autofahrt. Da ich einen VW Polo fahre, der genau so alt ist wie ich, muss ich die Musik auf Autobahnen (na ja… eigentlich auch auf Landstraßen) etwas lauter machen, damit ich sie noch vernehme. Motorengeräusche mögen reizvoll sein, ich habe es aber tatsächlich mal mit ruhiger Musik probiert, da auf der Autobahn ja schon genug Leute so fahren, als würden sie von einem Hornissenschwarm verfolgt werden (ja, genau, ich meine euch, Nobelkarossenfahrer!). Und was soll ich sagen? Balladen wirken sich nicht nur positiv auf das Fahrverhalten aus, sondern sorgen offenbar auch noch für eine innere Ausgeglichenheit während der Fahrt. Dass sie dabei auch laut gehört werden können, sollte in meinem Auto eigentlich keine Überraschung sein.

Wer also zur Sicherheit auf unseren Autobahnen beitragen will, sollte es vielleicht demnächst lieber mal mit "When a blind Man cries", statt "Highway Star" (beide Deep Purple) probieren.

Balladen kann man natürlich nicht nur während der Autofahrt laut hören. Das geht auch durchaus zu Hause ganz gut und es gibt eigentlich unzählige Beispiele, die sich hervorragend dazu eignen. Wer also mal die Dröhnung der etwas anderen Art sucht, sollte sich mal Songs, wie z.B. "Hallowed Ground", "The Idol" oder auch "Breathe" von W.A.S.P., "Wasting Love" und "Strange World" von Iron Maiden, "Empty Rooms" von Gary Moore, "Run of the Mill", "Diamonds and Rust" (in der akustischen Live-Version) und "Night comes down" von Judas Priest oder auch "November Rain" von Guns ´n' Roses in den CD-/Plattenspieler schieben.

Dass gerade Halbballaden für dieses Unterfangen sehr reizvoll sein können, liegt wohl auf der Hand. Allen voran würde ich da mal "Child in Time" von Deep Purple ins Rennen schicken, dicht gefolgt von "Remember Tomorrow" von Iron Maiden. Judas Priests "Beyond the Realms of Death" ist in dieser (wie in jeder) Beziehung natürlich auch eine starke Nummer. Aber das nur als Anregung.

Kaum erwähnenswert, da ebenfalls auf der Hand liegend, ist die Tatsache, dass viele der genannten Balladen von Liebe, Schmerz und ähnlich fiesen Dingen handeln. Für die melancholischen Mitmetaller, gibt's so für den lärmenden Tagesausklang selbstverständlich auch eine ganze Reihe weiterer Songs. In die ultimative Playlist könnte man da "Hell is living without you" von Alice Cooper , "Sleeping in the Fire" von W.A.S.P., "Sistinas" von Danzig, "Wasted Time" von Skid Row und diverse andere aufnehmen - Klassiker wie Metallicas "Nothing else matters" und "The Unforgiven" natürlich nicht ausgeschlossen.

Für die, die's ein wenig moderner mögen (oder einfach für die, die ein wenig offener sind), haben Stone Sour mit "Bother" ein ganz schönes Teil am Start. Auch The Clay People können mit "Ghostwishing" überzeugen, ebenso wie Dillusion mit "Mirror Image". Die Balance zwischen Härte und Gefühl finden auch immer wieder Stained und Deftones. Und Vollblutmetaller, die ihre ganze Toleranz gegenüber des Nu Metals beweisen wollen, können auch immer wieder auf einschlägige Songs von Linkin Park zurückgreifen (z.B. "Somewhere I belong").

Zum Schluss gibt's jetzt noch ein paar Geheimtipps, die vor allem die Leute ansprechen dürften, die auf klassischen Heavy Metal stehen. Zum ersten hätte ich da "On the Edge of Sadness" von Exiled, eine Halbballade, die - ja genau - nach der Hälfte in einen Metal-Kracher allererster Kajüte umschlägt und dann am Ende langsam ausklingt. Empfohlen sei hier also das nach der Band selbst benannte Album.

Selbige Zielgruppe dürfte auch an "Madman's Overture" (vom gleichnamigen Album) der Band A.N.D. viele Freude haben. Als dritte Empfehlung gibt's "Winds of Doom" von der türkischen Band Knight Errant, immer wieder schön.

Also: Mehr Balladen hören und schöner Autofahren!

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