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Comicwerk-News

Tomppa gewinnt Stan Lee Foundation Wettbewerb!

Das Comicwerk gratuliert dem "Der Engel" Zeichner, der sich gegen 1.700 Mitbewerber mit seiner Figur "The Counselor" durchsetzen konnte!

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Metall macht Musik. Von Tim Eckhorst. Teil 70

Headbanger's Open Air 2010

 

Vom 29. bis 31.7. findet in Brande bei Elmshorn das Headbanger's Open Air statt. Das einst sehr überschaubar gestartete Festival erfreut sich dabei eines regelrechten Besucheransturms. Zwar sollen es 2009 mehr Besucher gewesen sein, doch über zu viel Freiraum konnte sich sicher niemand beschweren.

Am Donnerstag spielen Grand Magus. „Hammer of the North“ heißt das neue Album und genau so klingt die Band auch: Wuchtig hämmernd und mit viel Druck. Lediglich die höheren Passagen sollte Sänger JB vermeiden. Die stehen ihm nämlich nicht so gut zu Gesicht.
Alle weiteren Donnerstag-Details auslassend, möchte ich nun vom Freitag berichten.

Gestartet wird mit Jameson Raid und das gleich um 12.00 Uhr. Ziemlich früh. Dennoch haben sich ein ganzer Schwung Menschen vor der Bühne versammelt. Fast ein wenig gewöhnungsbedürftig kommen die alten Herren rüber, denn mit Sicherheit standen kaum so alte Veteranen auf der Bühne wie die Engländer. Trotz kurzer Spielzeit und bisweilen hohen Alters, kann die Originalbesetzung der Kultband voll und ganz überzeugen. Fest steht allerdings: Ältere Herren sollten auf der Bühne KEINE Masken tragen, auch wenn es nur für einen Song ist und der Unterhaltung dienen soll.

Stormzone klingen im Folgenden aus der Entfernung super und ich bin mir sicher, dass das auch in der Nähe so ist. Nun gut... verpasst. Weiter also mit Tygers of Pan Tang, die extrem spielfreudig durch ihr Set galoppieren. Zwar handelt es sich faktisch um eine neue Band und nicht die 80er Jahre Helden, aber zur Verteidigung sei hinzugefügt, dass sich das Abfeuern von Klassikern in Grenzen hielt. Sänger Jacopo Meille macht in allen Fällen eine gute Figur und erinnert gesanglich leicht an Wolfmother. Nicht die schlechteste Referenz und diese Assoziation lässt schon vermuten, dass die Band für ihr Alter sehr frisch klingt. Schönes Ding!

Die wiederauferstandenen Angel Dust feiern am frühen Abend ein Wiedersehen mit ihren Fans. Die Band liefert einen sehr soliden Auftritt (mit „I need you“ als echtes Higlight). Die Spielfreude ist allen anzusehen, allen voran Sänger Dirk Thurisch, der ohne Unterbrechung auf der Bühne herumturnt und dabei auch gern mal den überraschten Security-Mann in den Arm nimmt.

Auch Demon wissen auf ganzer Linie zu überzeugen. Ganz besonders „Standing on the Edge“ sorgt für Gänsehaut und beweist, dass die nicht mehr ganze junge Band ihr Pulver noch längst nicht verschossen hat. Eine sich sehr lohnende Live-Band! Ich bin begeistert!

Am Samstag stehen dann drei Bands auf meinem Programm. Als erstes sind's Battleaxe, die sich redlich bemühen den Garten zum Kochen zu bringen. Am Rande stehend kommt das Ganze jedoch leider ein wenig wie 08/15-Hard Rock rüber. Der ist weder schlecht noch besonders beeindruckend. Es scheint nur ungefähr 100.000 weitere Bands in der Welt zu geben, die vergleichbare Musik machen. Vielleicht habe ich's auch einfach nicht gerafft und muss mir das Ganze noch mal von Platte anhören.

Die letzte Festivalnacht läuten dann Omen ein. Von Metal dieser Art mag man halten, was man will, fest steht aber, dass Sänger George Call eine echte Frontsau ist. Er genießt den Applaus und ist sich auch nicht zu Schade der zu sein, der die „Omen, Omen, Omen“-Rufe startet („What is the magic word?“, folgende Ratlosigkeit und dann ein kleiner Denkanstoß). Ab und an wirkt das ein wenig panne, dient aber maßgeblich der Unterhaltung. Immerhin weiß ich nun, dass das magische Word „Omen“ heißt. Und ich dachte immer es wäre „bitte“.

Letzte Band sind Virgin Steele, die von Anfang an extrem Spaß machen. Das Publikum geht mit und hat an Songs wie „Flames of thy Power (from Blood they rise)“, „Kingdom of the Fearless (The Destuction of Troy)“, „Noble Savage“, „The Wine of Violence“ und ganz besonders „A Symphony of Steel“ größten Spaß.

Alles in allem ein super Festival mit tollem Wetter, tollen Bands und einem entspannten Publkum. Was will man mehr?
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