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Tomppa gewinnt Stan Lee Foundation Wettbewerb!

Das Comicwerk gratuliert dem "Der Engel" Zeichner, der sich gegen 1.700 Mitbewerber mit seiner Figur "The Counselor" durchsetzen konnte!

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Metall macht Musik. Von Tim Eckhorst. Teil 73

Rock ist tot!


Vor Kurzem habe ich im Umsonst-Magazin VICE einen interessanten Artikel gelesen. Die These lautete ungefähr folgendermaßen: Der Wilde Westen ist mit dem ersten Western-Film gestorben, weil der Film rückblickend romantisiert und das Original entsprechend zum Vergleich nicht mehr existiert (sonst hätte man's wohl nicht gemacht). Analog erklärt der Autor auch den Rock 'n' Roll für tot.

Interessant. Finde ich. Vor allem in Zeiten von Spielfilmen über Rock-Ikonen (The Doors, bald auch Freddie Mercury).
Bedenkt man, dass Rock-Musik seit den 50er Jahren über Jahrzehnte enorme Entwicklungen vollzogen hat, scheinen wir uns heute doch in einer Zeit zu befinden, wo es einfach alles gibt und Stile gemischt werden wie man gerade lustig ist. Das ist schön und gut, oft sogar interessant, aber die Lebensgefühle die z.T. adaptiert werden und musikalisch zum Ausdruck gebracht werden sollen sind entweder längst vergangen oder haben nie existiert (und könnte in der heutigen Zeit kein zweites Mal existieren). Möglicherweise erliegen wir also oftmals einer noch viel größeren Show als wir es ohnehin schon vermuten. Kein Schwein fährt mit nem dicken Cadillac durch L.A., gabelt dort zwei, drei am Wegesrand stehende, leicht bekleidete Damen auf ohne sie dafür zu bezahlen und braust in die Freiheit. Das ist heutzutage energietechnisch nicht nur die totale Sauerei, sondern auch eine romantische Vorstellung von Vor-Vorgestern.
Verständlich ist das schon, wenn Musiker – namentlich die Hair- und Sleaze-Rocker – einem weiß machen sie würden so was leben oder hätten das überhaupt schon mal erlebt. Ist halt lustig. Bedenkt man dann, dass die heute sowieso alle eher aus Skandinavien als L.A. kommen, kann man sich dadrüber beeumeln, was die so bringen, wenn die Fantasie mit ihnen durchbrennt, aber letzten Endes sind die unrealistischen Ideen, die sie uns präsentieren ja schon die unrealistischen Ideen von sonstwann.
Man kann damit gut leben, weil man sowieso niemanden von denen für voll nimmt. Außerdem kann man die Musik in vielen Fällen auch gut hören. Das Problem scheint nur das ewige Revival zu sein. Im Ernst, wann gab's denn zum letzten Mal eine wirklich neue Welle im Rock-Zirkus? Wir hatten Rock 'n' Roll, die Hippies, Hard Rock, Heavy Metal, NWoBHM, Hair Metal, Thrash Metal, irgendwann gab's auch mal Crossover, Nu Metal, Hardcore und Metalcore, aber das ist doch alles nicht allzu weit voneinander entfernt. Ist der Rock nun wirklich tot? Können uns noch irgendwelche Töne umhauen, so dass wir das Gefühl haben etwas noch nie zuvor Gehörtes zu hören? Es klingt ja sehr pessimistisch aber in unserer Revival-Welt könnte es doch theoretisch niemanden ernsthaft stören, wenn mal ein Jahr kein einziges neues Album erscheinen würde. Es gäbe doch noch genug zu hören und die große Innovation von etwas wirklich, wirklich Neuem würde man sicher auch dann nicht verpassen. Man, ich sollte mich bemühen schneller alt zu werden, dann kann ich sicherlich noch herrlicher meckern.


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