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Tomppa gewinnt Stan Lee Foundation Wettbewerb!

Das Comicwerk gratuliert dem "Der Engel" Zeichner, der sich gegen 1.700 Mitbewerber mit seiner Figur "The Counselor" durchsetzen konnte!

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Metall macht Musik. Von Tim Eckhorst. Teil 74

Bitte keine Festival-Dokus mehr


Spätestens seit der recht gelungenen Wacken-Doku „Full Metal Village“ wird so ziemlich jedes Festival von einem Kamerateam besucht. Je kleiner dabei das Festival, desto mieser die Qualität der Doku. In vielen Fällen ist man sich nicht zu schade exakt die Mechanik zu verwenden, die in „Full Metal Village“ so hervorragend funktioniert hat. Dabei wird das dörfliche Leben dem harten Leben eines Schwermetallers entgegengestellt. Auf diese Weise einen größtmöglichen Kontrast zu schaffen ist sicher eine nette Idee. Aber nur ein Mal. Und da war Wacken in der schleswig-holsteinischen Pampa eben das erste Dorf.
Hinzu kommt, dass doch die meisten Festivals in der Provinz, wenn nicht sogar der völligen Einöde stattfinden. Wegen Lärm und so. Was sollte einen also veranlassen in „Full Metal Village“-Manier diesen Aspekt hervorzuheben?
Auch die ansässigen Renter, die für die „Metalheads“ schwärmen sind nicht neu und sollten nicht mehr zu Wort kommen. Jeder kennt das und inzwischen wissen wir sogar, dass Black Metaller nett sind. Sogar meiner Oma ist das sonnenklar.
Ebenfalls nicht mehr sehen möchte man Szenen vom Campingplatz. Einer möchte lustiger sein als der andere oder lauteren Unsinn in die Kamera brüllen als der Rest. Das ist fast peinlich, denn im Prinzip hat da ja eine kleine Sozialisation stattgefunden: Der Metal-Fan sieht im Fernsehen, dass bei Sichtung einer Kamera dicht ans Objektiv gegangen wird und gebrüllt wird, was das Zeug hält. Das Gelernte wird dann im Fall der Fälle angewendet und das arme Kamerateam hat 40 Stunden Filmmaterial von brüllenden Menschen. Noch schlimmer: Brüllende Frauen und zwar weil Frauen meist nicht brüllen können und wenn sie es können, ist das tendenziell trotzdem unschön.

Entweder macht man auf allen Festivalcampingplätzen der Welt das gleiche oder das unerfahrene Kamerateam fängt der einfachheithalber immer die „lustigsten“ Dinge ein. Die da wären: Von dicken Männern hochgehaltene Schilder auf denen „Zeig uns deine Brüste“ steht, dicke Männer beim Pinkeln, dicke betrunken schlafende Männer und dünne Männer, die einen Tunnel buddeln.

Eine besonders schwierige Position nehmen Frauen auf Metal-Festivals ein. Zumindest einige. Ein Grund ist, dass es von ihnen zumeist weniger gibt und diese ob des Begehrens der Männer und des einmaligen Gutfühlens vor eben jenen in die merkwürdigsten Lackkostüme springen und sich die beste Freundin an den Hals tüddeln. Wie will man das denn seinen Enkelkindern mal erklären, wenn das auf Film festgehalten wurde?

Die Rahmenhandlung von Festival-Dokus ist auch immer ähnlich: Arbeiter verlegen im Zeitraffer 100.000 m Kabel und Rohre und bauen ganz schnell eine Bühne auf. Kann man sich schon denken, dass so ein Festival nicht aus dem Nichts entsteht, muss man nicht immer wieder zeigen.

Und ich muss mir das vor allem nicht ansehen, höchstens die Live-Mitschnitte.


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