Wer bin ich?
Trotzdem gelingt es den meisten Leuten ganz hervorragend, mit diesen
Rollen umzugehen, und wir merken nicht einmal wirklich, wie sehr wir
uns anders verhalten, wenn wir uns in einer anderen Situation befinden.
Denn egal, was wir gerade tun, wir sehen uns doch immer noch als
denselben Menschen. Wir sind wir. Auch wenn unsere Eltern manchmal
sagen "Ich erkenne Dich ja gar nicht wieder!", wenn wir auf einer Party
mal richtig einen d'raufmachen, während wir daheim sonst immer still
über den Hausaufgaben sitzen. Von außen gesehen sind die Unterschiede
zwischen den Rollen enorm, doch uns selber fällt es nicht groß auf. Das
liegt an dem, was man "Identität" nennt. Es ist die innere Vorstellung
von uns selbst, das, was uns ausmacht, was uns zu etwas Einzigartigem
macht. Andere Leute sehen nur, wie wir uns verhalten, sie sehen unsere
Rolle, das Wesen, das wir nach außen tragen. In unser Herz, unseren
Geist, können sie nicht blicken. Das, was sie sehen, nennt man die
"Persönlichkeit". Es sind äußerliche Verhaltensmuster, eben die Rollen,
in die wir schlüpfen. Die Persönlichkeiten können sich dabei schnell
ablösen.
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