3D-Modelling: Der Raumjäger von Christian Mauck
1.
Nun, dieses Bild wurde mit 3dsmax und Photoshop erstellt. Mit 3dsmax
kann man schon ab einem 400 MHz-PC mit 128 MB RAM einigermaßen
vernünftig arbeiten. Doch spätestens, wenn man komplexe Modelle mit
beispielsweise 80000 Flächen erstellt, macht es keinen Spaß mehr! Von
Animationen ganz zu schweigen.
Eigentlich gilt für die
Hardware das Motto "Es kann nie zu schnell sein", es sei denn man hat
einen Quantenrechner. Ich arbeite momentan mit einem 1400 MHz AMD, 512
MB RAM, Geforce3, und das macht richtig Spaß, aber es könnte noch
schneller sein.
Der erste Schritt beim Erstellen dieses Bildes
war der Gedanke, mal wieder ein tolles Raumschiff zu bauen, dazu kam
noch Guidos Anfrage, ob ich nicht Lust hätte, ein nettes Bild für
Comicwerk zu entwerfen.
Also setzte ich mich hin und zeichnete einige Skizzen von Raumschiffen.
Schließlich kam diese dabei heraus.
2.
Da ich nun eine gute Vorstellung davon hatte, was ich im 3D-Raum
konstruieren wollte, fing ich an, den Rumpf des Raumschiffes mit dem so
genannten "Spline-Modeling" zu konstruieren.
3. Na das ging ja noch recht fix!
Als nächstes folgten der Antrieb und das Cockpit.
4.
Nach einigen Stunden, in denen die Flügel, die Bordkanone und einige
Details hinzu kamen, sah das Raumschiff schließlich fast wie auf der
Skizze aus. Aber eben nur fast!
Der Vorteil bei
3d-Konstruktionen liegt auf der Hand. Man ist in der Lage, die Konturen
eines Objektes nachträglich noch beliebig zu verändern. So konnte ich
der Form des Raumschiffes noch den letzten Schliff geben (Natürlich ist
das alles nur Geschmackssache).
5. Jetzt war das Objekt so weit, daß ich einige Texturen anfertigen konnte.
Als
erstes macht man sich dabei mehrere Bilder von dem Objekt, wie z.b. vom
Rumpf ein Bild von oben, vom Triebwerk eines von der Seite etc. Diese
dienen als Vorlage, um mit Photoshop (oder irgend einem anderen
Grafikprogramm) die gewünschte Oberflächenstruktur zu erstellen, wie
Ihr im Bild sehen könnt. Bei dieser Textur handelt es sich übrigens um
die untere Seite des Rumpfes.
6. Nachdem alle notwendigen
Texturen erstellt und noch kleinere Details zugefügt wurden, kam nun
der Zeitpunkt, das Raumschiff in Szene zu setzen.
Ich entschied
mich für einen Hintergrund mit Planeten und Nebel. Bei dem Nebel
handelt es sich um eine Aufnahme, die mit dem Hubble-Teleskop
entstanden ist und die man in 3dsmax als Hintergrund definieren kann.
Die
Planeten dagegen sind 3D-Objekte, die mit entsprechenden
Oberflächentexturen versehen sind. So hat der rote Planet eine aus Mars
und Jupiter-Texturen gemischte Oberfläche. Die Oberfläche des blauen
Planeten habe ich selbst erstellt. Der kleine graue hat die Oberfläche
von Pluto.
Dann kamen noch ein Paar Lichtquellen und einige
Effekte, wie z.b. die Atmosphäre des blauen Planeten und der
Feuerschweif des Antriebes hinzu. Anschließend noch ca. 15min
Rechenzeit - und fertig war das Bild.
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